Kompostieren im kleinen Garten

Composting in a small garden

Kompost ist das beste Futter für den Garten, und du machst ihn selbst aus Abfällen, die du sowieso wegwirfst. Dafür brauchst du weder einen großen Garten noch viel Zeit. Ein Behälter in einer Ecke genügt.

Den richtigen Platz wählen

Stell den Komposter direkt auf die Erde, nicht auf Platten oder Beton. Regenwürmer, Käfer und andere kleine Helfer kommen von unten hinein und erledigen einen großen Teil der Arbeit. Am besten ist ein Platz im Halbschatten. In der prallen Sonne trocknet der Kompost aus, im tiefen Schatten bleibt er kalt und arbeitet langsam.

Der Komposter 300 Liter ist in etwa einer Viertelstunde aufgebaut. Die Wände werden ohne Schrauben zusammengesteckt, und der Deckel lässt sich verriegeln, damit Wind und Tiere draußen bleiben.

Grün und Braun

Guter Kompost braucht zwei Sorten Material, ungefähr zu gleichen Teilen.

  • Grün: Gemüse- und Obstschalen, Kaffeesatz, Teeblätter, frischer Rasenschnitt und weiche Pflanzenreste. Grün bringt Stickstoff und Feuchtigkeit.
  • Braun: trockenes Laub, dünne Zweige, Stroh, zerrissener Karton und Eierkartons. Braun bringt Kohlenstoff und Luft.

Zu viel Grün, und der Inhalt wird nass und riecht. Zu viel Braun, und es passiert nichts. Wenn du beides in dünnen Schichten einfüllst, stimmt das Verhältnis von allein. Ein Sack trockenes Laub neben dem Komposter, im Herbst gesammelt, ist das ganze Jahr über praktisch.

Was nicht hineingehört

Fleisch, Fisch, Milchprodukte, gekochte Speisen mit Öl und Tierkot bleiben draußen. Sie riechen und locken Ratten an. Auch Unkraut mit Samen und kranke Pflanzen gehören nicht hinein.

Luft und Wasser

Kompost braucht Luft, und die kommt durch die Öffnungen in den Seitenwänden. Lockere einmal im Monat die oberste Schicht mit einer Grabegabel. Der Kompost sollte sich anfühlen wie ein ausgedrückter Schwamm: feucht, aber nicht nass. In einem trockenen Sommer gießt du eine Kanne Wasser darüber. Regenwasser aus der Regentonne eignet sich gut.

Ernten

Nach sechs bis zwölf Monaten ist aus dem unteren Teil dunkle, krümelige Erde geworden, die nach Waldboden riecht. Öffne die Klappe unten und schaufle sie mit der Pflanzkelle mit Eschenstiel heraus. Oben kommt weiter neuer Abfall hinein.

Arbeite den Kompost in deine Beete ein oder füll das Hochbeet aus Zedernholz mit einer Mischung aus Kompost und Gartenerde. Dein Gemüse wird den Unterschied merken.

Kleiner Garten, wenig Abfall

Eine Familie produziert erstaunlich viel Küchenabfall. Mit einem Komposter landet ein großer Teil davon wieder in deinem eigenen Garten statt in der Tonne. Weniger Müll, besserer Boden und kostenloser Pflanzendünger: ein guter Tausch für eine Ecke im Garten.